Die 3 wichtigsten Dinge, die ich nicht tun würde, wenn ich mit meiner Fitness nochmal von vorne anfangen müsste
Wenn ich heute nochmal bei null starten müsste, dann würde ich nicht nur darüber nachdenken, was ich tun sollte. Ich würde vor allem sehr genau darauf achten, womit ich nicht anfangen würde.
Denn die falschen Dinge wegzulassen, kann genauso wertvoll sein, wie die richtigen Dinge zu tun!
Menschen scheitern an der Fitnessreise, weil sie gleich am Anfang einen Weg wählen, der entweder zu kompliziert, zu extrem oder auf Dauer einfach nicht tragfähig ist.
Wenn ich also heute nochmal ganz von vorne anfangen müsste, dann sind das die 3 Dinge, mit denen ich ganz sicher nicht starten würde.
1. Stundenlanges Ausdauertraining als Hauptstrategie
Das erste, was ich nicht tun würde, wäre stundenlang laufen zu gehen, Rad zu fahren oder andere lange Ausdauereinheiten zum Mittelpunkt meines Trainings zu machen.
Ausdauertraining ist grundsätzlich nicht schlecht. Ganz im Gegenteil, es kann für die Gesundheit absolut sinnvoll sein und es hat definitiv seine Berechtigung. Aber wenn dein Ziel ist, fitter zu werden, deinen Körper sichtbar zu verändern, Muskeln aufzubauen und langfristig gesund zu bleiben, dann ist stundenlanges Cardio für die meisten kein guter Startpunkt.
Warum? Weil es dir die Zeit für das nimmt, was dir am Anfang am meisten helfen würde –> sinnvolles Krafttraining.
Wenn du deinen Körper formen willst, wenn du straffer, kräftiger und belastbarer werden willst, dann brauchst du Muskulatur. Und Muskulatur baust du nicht dadurch auf, dass du einfach immer länger irgendetwas abarbeitest. Dafür braucht dein Körper gezielte Reize.
Der Denkfehler liegt darin, dass ein Training automatisch gut sein muss, wenn es lange dauert und anstrengend ist. Die Dauer des Trainings und viel Schweiß ist doch noch lange kein Zeichen dafür, dass du gerade das Richtige tust.
Dazu kommt, dass stundenlanges Ausdauertraining für viele im Alltag einfach nicht gut funktioniert. Es kostet viel Zeit, viel Energie und lässt sich oft nur schwer dauerhaft in ein normales Leben integrieren. Ich verstehe, dass es sich gut anfühlt. Doch wenn du trotz des Aufwands nicht die Ergebnisse siehst, die du dir erhoffst, kommt schnell Frust auf.
Du hast viel investiert, aber wenig zurückbekommen und irgendwann denkst du, es funktioniert bei dir einfach nicht.
Das Problem bist aber nicht du sondern der Trainingsansatz.
Wenn Ausdauertraining dein Hobby ist oder du gezielt in einer Ausdauersportart besser werden willst, dann ist das natürlich etwas anderes. Aber wenn du gerade neu startest und einfach gesund, fit und stark werden willst, dann würde ich stundenlanges Cardio nicht zu meiner Hauptstrategie machen.
2. Kalorien zählen und jede Mahlzeit bis ins Detail kontrollieren
Das zweite, was ich nicht tun würde, wäre von Anfang an Kalorien zu zählen, alles abzuwiegen und meine Ernährung bis ins kleinste Detail kontrollieren zu wollen.
Das ist nicht in jedem einzelnen Fall falsch. Aber für bestimmt 95% der Menschen kein guter Einstieg.
Auf einmal geht es nicht mehr darum, ob deine Mahlzeiten dir guttun, ob sie dich satt machen, ob du genug Protein isst oder ob dein Essen überhaupt in deinen Alltag passt. Stattdessen dreht sich plötzlich alles um Zahlen, Mengen, Apps und Kontrolle.
Für manche funktioniert das eine Zeit lang, doch für die meisten wird es schnell mühsam und mental belastend. Essen verliert seine Natürlichkeit und wird zu etwas, das ständig bewertet, berechnet und hinterfragt wird. Das kann der erste Schritt in Richtung Essstörung sein.
Man wird unsicher, sobald man nicht mehr alles kontrollieren kann. Im Restaurant. Bei Einladungen. Im Urlaub. Im Alltag. Und genau dann wird Ernährung sozial anstrengend und innerlich zu einem Problem, dass Ernährung eigentlich nicht sein sollte.
Die Thematik ist nicht nur, dass Kalorien zählen mühsam ist. Das größere Problem ist, dass viele dadurch glauben, sie würden Ernährung endlich richtig machen, obwohl sie in Wahrheit nur alles komplizierter machen.
Und eines kann ich dir aus Erfahrung sagen. Die Menschen, die Kalorien zählen, machen tatsächlich Fortschritte! Doch in den meisten Fällen nur solange sie die Kalorien wirklich zählen. Hören sie damit auf, geht es direkt in eine andere Richtung.
Was es eigentlich braucht sind solide und bessere Grundlagen.
Regelmäßige Mahlzeiten.
Genug Protein.
Viel Gemüse
Gesunde Fette
Weniger Heißhunger.
Mehr Bewusstsein.
Etwas Struktur.
Und vor allem einen Weg, der auch in deinem Leben funktioniert.
Das bringt langfristig fast immer mehr als ein System, das nur dann klappt, wenn du alles perfekt kontrollieren kannst.
Aus meiner Sicht sollte dir Ernährung helfen und dich nicht permanent stressen. Sie sollte dich unterstützen, nicht dein ganzes Denken einnehmen. Und sie sollte so aufgebaut sein, dass du sie langfristig leben kannst.
3. Alles alleine recherchieren und versuchen, sich den perfekten Weg selbst zusammenzubauen
Das dritte, was ich nicht tun würde, wäre zu glauben, ich müsste mir den ganzen Weg allein zusammensuchen.
Ein paar Videos hier, ein paar Podcasts dort, ein paar Beiträge auf Social Media, ein paar Tipps von Menschen, die alle etwas anderes sagen und am Ende versucht man, sich daraus irgendwie seinen eigenen Plan zusammenzubauen.
Genau das machen viele und genau das macht es unnötig schwer.
Denn Fitness ist ein Bereich, in dem du zu fast jedem Thema widersprüchliche Meinungen findest. Der eine sagt, du musst morgens trainieren. Der nächste sagt, das ist egal. Die eine sagt, ohne Low Carb geht gar nichts. Der andere sagt, du sollst nie Kalorien zählen. Dann heißt es wieder, du musst sechs Mal pro Woche trainieren und woanders liest du, dass drei Einheiten völlig reichen.
Wenn du schon Erfahrung hast, kannst du vieles besser einordnen. Wenn du aber am Anfang stehst, macht dich nur noch unsicherer. Und Unsicherheit führt selten zu guten Entscheidungen.
Du springst von Ansatz zu Ansatz, probierst ständig etwas Neues, zweifelst an dir, startest neu, verlierst wieder den Faden und hast am Ende das Gefühl, dass nichts so richtig funktioniert.
Das Problem ist, dass du versuchst, dir aus hundert halben Wegen selbst einen zusammenzubauen.
Natürlich kannst du alles selbst herausfinden. Die Frage die du dir stellen solltest ist… Ist mir wichtiger alles alleine herauszufinden oder auf einem direkten Weg Erfolge zu erzielen?
Für mich sind es immer die Erfolge. Genau deshalb würde ich heute nicht mehr alleine starten.
Ich würde mir jemanden suchen, der mir einen klaren Weg zeigt. Jemanden, der Erfahrung hat. Jemanden, der nicht nur theoretisch viel weiß, sondern Menschen wirklich dabei begleitet hat, fitter, gesünder und stärker zu werden.
Das kann ein Coach sein. Eine Trainingsgemeinschaft. Ein Mentor…. Es gibt nicht nur den einen perfekten Weg. Doch einen getesteten und klaren Weg zu haben ohne bei jeder neuen Meinung wieder alles infrage zu stellen ist Gold wert.
Was ich dir damit eigentlich sagen will
Wenn du gerade neu anfangen willst, dann starte bitte nicht gleich mit den Dingen, die am kompliziertesten, zeitintensivsten oder extremsten wirken.
Du brauchst kein stundenlanges Training.
Du brauchst keine Ernährung, die dich verrückt macht.
Und du brauchst nicht Jahre damit zu verbringen, dir alles selbst mühsam zusammenzusuchen.
Es gibt einfache, gesunde und realistische Wege.
Einen Weg, der zu deinem Leben passt.
Einen Weg, den du wirklich durchziehen kannst.
Und einen Weg, der dich langfristig verändert.
Denn am Ende willst du mit den richtigen Dingen starten und die falschen von Anfang an weglassen.
Wenn du also gerade etwas verändern willst, dann mach es dir nicht schwerer als nötig.
Und wenn du dabei Unterstützung willst, dann melde dich gerne bei uns für ein Beratungsgespräch. Gemeinsam schauen wir, was für dich ein sinnvoller Start ist.







