5 Dinge, die dein Coach nicht machen sollte
Ich muss dir am Anfang etwas gestehen.
Als BRIZZLY noch eine One-Man-Show war… ich alleine, alles auf meinen Schultern, wenig Erfahrung, hundert Verantwortlichkeiten gleichzeitig… habe ich genau die Fehler gemacht, über die ich dir heute schreibe.
Ich habe während meiner eigenen Kurse das Handy gezückt und Instagram-Content produziert. Ich hatte Probetrainings in Kursen und wenn danach jemand Mitglied werden wollte, habe ich den nächsten Kurs schon laufen lassen und die Athleten machten das Warm-up alleine, ohne Coach.
Ich habe meine Mitglieder im Stich gelassen. Natürlich war mir das damals nicht wirklich bewusst. Ich wusste nicht, wie es anders geht.
Heute weiß ich, wie es besser geht. Und ich weiß auch, welchen Disservice ich meinen Mitgliedern damals erwiesen habe.
Genau deshalb schreibe ich dir das heute, damit du als Kunde weißt, worauf du achten solltest.
Gruppenkurse boomen
Und mit schnellem Wachstum kommen Qualitätsprobleme. Denn HIIT, CrossFit und HYROX zu coachen ist anspruchsvoll! Komplexe Bewegungen, hohe Intensität, schwere Gewichte, mehrere Menschen gleichzeitig. Das ist nicht zu vergleichen mit dem Betreuen an geführten Maschinen in klassischen Fitnessstudios.
Wenn dein Coach eines oder mehrere dieser 5 Dinge macht, solltest du dir ernsthaft überlegen, ob du wirklich gecoacht wirst.
1. Dein Coach ist unvorbereitet
Es ist Kursbeginn. Alle stehen schon in der Halle. Der Coach kommt rein, schaut kurz auf das Whiteboard, als würde er selbst gerade zum ersten Mal sehen, was heute am Plan steht.
Das Warm-up passt nicht zur Einheit. Die Zeit wird überzogen. Oder der Kurs ist viel zu früh fertig. Es gibt keinen roten Faden, keine klaren Schwerpunkte, keine Intention hinter dem, was ihr tut.
Du kommst ins Schwitzen. Du hast dein Workout absolviert. Aber das Potenzial dieser Einheit hast du nicht annähernd ausgeschöpft.
Wenn du deine Zeit, deine Energie und dein Vertrauen in ein Training investierst, dann darfst du erwarten, dass dein Coach vorbereitet ist.
2. Dein Coach macht während des Kurses Videos für Social Media
Ja, ein Gym braucht Content. Das ist Realität und ich weiß das selbst am Besten!
Aber wenn dein Coach mitten in der Einheit das Handy zückt und anfängt, Stories zu filmen, während 10, 15 oder 20 Athleten gleichzeitig mit schweren Gewichten und hoher Intensität arbeiten, dann ist sein Fokus nicht mehr bei dir.
Multitasking funktioniert nicht, wie es auch wissenschaftlich bewiesen ist.
In so einem Moment ist dein Coach kein Coach mehr. Er ist Content Creator. Und das ist eines der klarsten Warnsignale, die es gibt.
3. Dein Coach steht im Mittelpunkt
Eine gute Atmosphäre im Kurs ist wertvoll. Wenn ein Coach die Gruppe zum Lachen bringt, echte Energie reinbringt und die Stimmung hebt… das sind richtig starke Skills!
Aber es gibt den Punkt, an dem es kippt.
Wenn der Coach zur Hauptperson wird. Wenn Witz auf Witz folgt, eine Aktion die nächste jagt und dabei das eigentliche Coaching, das Anleiten, Beobachten und Korrigieren, in den Hintergrund rückt, dann wird aus einem lustigen Kurs schnell ein Problem.
Am Ende ist es dir bestimmt wichtiger, ein effizientes und vor allem sicheres Training gehabt zu haben, als eine Stunde lang bespaßt worden zu sein.
4. Dein Coach sieht schlechte Bewegungen… und sagt nichts
Das ist der Punkt, an dem es wirklich ernst wird.
Stell dir vor, das Workout läuft. Der Coach geht durch den Raum. Er sieht, wie Danielas Knie bei den Kniebeugen nach innen knicken. Sie hat zusätzlich Gewicht auf den Schultern. Er schaut kurz hin, sagt „weiter so, Daniela“… und geht weiter.
Ich kann dir offen sagen… Coaching ist anstrengend! Mehrere Kurse nacheinander, immer wieder dieselben Fehler sehen, immer wieder ansprechen müssen, da kann man auch mal Müde werden. Das ist menschlich.
Aber ganz ehrlich, es darf nicht passieren!
Denn es geht um deine Sicherheit. Darum, dass du verletzungsfrei bleibst. Darum, dass du wirklich Fortschritte machst.
Du bist dafür da gecoacht zu werden und das darfst du auch von deinem Coach erwarten.
5. Dein Coach ist mental abwesend
Schnell eine wichtige Nachricht am Handy beantworten. Vier Minuten nach der richtigen Playlist suchen. Der Kumpel kommt rein und man tauscht sich kurz über das letzte Workout aus. Ein Gedanke an den bevorstehenden Urlaub schleicht sich ein.
Von außen betrachtet vollkommen normal und vollkommen in Ordnung.
Aber während dem Coaching sind das Dinge, die einfach warten müssen.
Jedes davon nimmt die Aufmerksamkeit von den Athleten im Kurs weg. Und plötzlich ist der Coach zwar physisch anwesend, aber mit dem Kopf ganz woanders.
Das merkst du. Auch wenn du es vielleicht nicht in Worte fassen kannst.
Was das alles bedeutet
Ich habe diese Fehler selbst gemacht. Ich habe daraus gelernt. Und heute bauen wir bei BRIZZLY alles so auf, dass der Coach in der Stunde nur eine einzige Aufgabe hat… bei dir zu sein!
Coaching im Gruppen Setup ist unglaublich anspruchsvoll. Wir glauben, dass dieser Beruf mehr Wertschätzung verdient. Mehr Anerkennung. Mehr Präsenz in der Gesellschaft. Und das schaffen wir nur, wenn die Qualität in der gesamten Branche besser wird. So profitieren wir alle davon. Die Athleten. Die Coaches. Die Community.
Das ist der Standard, für den wir stehen.
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